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Risiko- und Schutzfaktoren bei jungen Straftätern

Risiko- und Schutzfaktoren bei jungen Straftätern
Kraft, Uta; Köhler, Denis; Hinrichs, Günter

Risiko- und Schutzfaktoren bei jungen Straftätern

19,90 EUR inkl. 7 % USt

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Verlag: Verlag f. Polizeiwissens. Erscheinungsjahr: 04.2008
Details: 185 Seiten | H212xB148xT11 cm
Art.Nr.: 100 - 09584   ISBN: 3866760329

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Produktbeschreibung

Während Risikofaktoren seit längerem Beachtung hinsichtlich der Entstehung und Aufrechterhaltung jugendlicher Delinquenz finden, wird zunehmend auch die Bedeutung von Schutzfaktoren für die Prävention diskutiert. Die Heterogenität von Delinquenz wirft die Frage auf, ob nicht ein ebenso heterogenes Zusammenspiel von Risikofaktoren existiert, die verschiedene Entwicklungspfade entsprechend der verschiedenen Straftaten begünstigen, sowie unterschiedliche potentielle Schutzfaktoren eine Rolle spielen.
Mit der vorliegenden Arbeit soll diesen Fragen nachgegangen werden. Erstmalig wurden dazu jugendforensische Gutachten über Tötungs-, Sexualdelinquenten und Gewalttäter hinsichtlich ihrer Risiko- und Schutzfaktoren analysiert und miteinander verglichen. Es zeigte sich u.a., dass die Entwicklung gewalttätiger und sexueller Delinquenz jeweils durch unterschiedliche Risikokonstellationen begünstigt wird. Für Tötungsdelinquenten und Gewalttäter finden sich bereits in der Kindheit belastende familiäre, individuelle sowie schulische Risikokonstellationen. Diese Problematik wird in der Adoleszenz noch zusätzlich durch Substanzmissbrauch und polytroper Delinquenz verstärkt. Ein anderer Entwicklungspfad zeigt sich hingegen für die jugendlichen Sexualstraftäter. Frühkindliche Entwicklungsverzögerungen und sexueller Missbrauch in der Kindheit zusammen mit sozialer Isolation bis in die Adoleszenz hinein zeigen sich hier als besonders bedeutsame Risikofaktoren. Die Untersuchung der Schutzfaktoren weist daraufhin, dass protektive Faktoren noch weitgehend bei der Begutachtung jugendlicher und heranwachsender Delinquenten vernachlässigt werden, so dass in diesem Zusammenhang dringend weiterer Forschungsbedarf besteht. Neben theoretischen Überlegungen und Diskursen bieten die Ergebnisse vor allem hinsichtlich der praktischen Relevanz für Prävention und Intervention eine Diskussionsgrundlage.