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Konflikte fordern uns heraus - Mediation als Brücke zur Verständigung

Konflikte fordern uns heraus - Mediation als Brücke zur Verständigung
Friedman, Gary; Himmelstein, Jack

Konflikte fordern uns heraus - Mediation als Brücke zur Verständigung

38,80 EUR inkl. 7 % USt

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Verlag: Wolfgang Metzner Verlag GmbH | 1. Auflage Erscheinungsjahr: 09.2013
Details: 346 Seiten | H 24 x B 17 cm | Buch flexibler Einband (Paperback)
Art.Nr.: 100 - 028223   ISBN: 9783943951080

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Produktbeschreibung

Jack Himmelstein und Gary Friedman gehören zu den Wegbereitern der Mediation in Deutschland. In ihrer Eigenschaft als Rechtsanwälte und Mediatoren forschen und lehren sie seit mehr als dreißig Jahren über neue Methoden der alternativen Konfliktlösung an bedeutenden Universitäten in den Vereinigten Staaten. Weltweit haben sie tausende Anwälte, Hochschullehrer, Richter und Angehörige psychosozialer Berufsgruppen in Theorie und Praxis ihres verstehensbasierten Mediationsansatzes unterrichtet. Viele renommierte Ausbilder in Deutschland haben schon mit ihnen gearbeitet und geben ihre Ansätze heute an die jüngere Mediationsgeneration weiter.


In diesem Buch haben die Autoren ihre gemeinsamen Erfahrungen zusammengetragen. Im Zentrum ihrer Ausführungen steht die Kernfrage jeder Mediation: Wie finden Menschen in streitigen Auseinandersetzungen Wege aus ihrer Konfliktfalle?


Anhand von zehn Fällen aus ihrer eigenen Mediationspraxis stellen die Autoren die Stufen ihrer Mediationsmethode von den Rahmenbedingungen bis hin zu jeder Gesprächsphase dar. Wörtliche Dialoge und Interventionsbeispiele geben dem Leser wertvolle Anregungen.
 

Vier Prinzipien stellen sie als Leitlinien für ihren Mediationsansatz vor:

1. Gegenseitiges Verstehen: Die Kraft dieses Verstehens ist mächtiger als jede Form von Zwang oder Überredung. Mit ihr kann der Mediator die Medianden auf dem Weg zu ihrer Konfliktlösung erfolgreich begleiten.
2. Eigenverantwortung: Die Verantwortung für die Konfliktbeilegung liegt allein bei den Medianden.
3. Zusammenarbeit: Der Mediator unterstützt die Medianden bei ihrer Zusammenarbeit, damit sie ihre eigenen Entscheidungen gemeinsam und einvernehmlich treffen können.
4. Wahrnehmung tieferer Konfliktgründe: Passende Lösungsoptionen werden sichtbar, wenn der Konflikt in seiner gesamten Dimension bewusst wahrgenommen wird.

 

 

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Über den Autor

Jack Himmelstein und Gary Friedman gehören zu den Wegbereitern der Mediation in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz.

In ihrer Eigenschaft als Rechtsanwälte und Mediatoren forschen und lehren sie seit mehr als dreißig Jahren über neue Methoden der alternativen Konfliktlösung an bedeutenden Universitäten in den Vereinigten Staaten.

Weltweit haben sie tausende Anwälte, Hochschullehrer, Richter und Angehörige psychosozialer Berufsgruppen in Theorie und Praxis ihres verstehensbasierten Mediationsmodells unterrichtet. Viele renommierte Ausbilder in Europa haben schon mit ihnen zusammengearbeitet und geben ihre Ansätze heute an die nächste Mediatiorengeneration weiter.

In diesem Buch haben die Autoren ihre Erfahrungen zusammengetragen.
 

Inhaltsverzeichnis

Vorworte

Vorwort der Autoren zur deutschen Ausgabe
Vorwort zur Originalausgabe – über die Entwicklung des Mediationsansatzes der Autoren in den USA
Vorwort von Gisela und Hans-Georg Mähler
Vorwort von Lis Ripke
Zum Geleit von Robert Mnookin
Einführung in das verstehensbasierte Modell
Der verstehensbasierte Ansatz der Mediation
Die Kraft des Verstehens
Eigenverantwortung
Zusammenarbeit
Wahrnehmung tieferer Konfliktgründe
Ziel dieses Buchs
Mediation ohne Einzelgespräch
Die Rolle des Rechts und der Rechtsanwälte
Zu den Bedenken an unserem Ansatz


Abschnitt 1: Die Entscheidung zur Mediation

1.1 Wer entscheidet? Die Blockade auf der Finca
Kommentar: Wer entscheidet?
Herkömmliche Ansätze der Konfliktbearbeitung
Die verstehensbasierte Alternative
1.2 Die freiwillige Entscheidung zur gemeinsamen Konfliktarbeit: Radix und Argyle
Die aktive Beteiligung der Parteien
Die Kraft des Verstehens
Kommentar: Die freiwillige Entscheidung, einen Konflikt gemeinsam zu lösen
Das herkömmliche System – mit Anwälten
Die Alternative – Mediation im Beisein der Anwälte
Die Entwicklung der Mediation unter dem Einfluss der Rechtsanwälte
Der Einfluss von Rechtsnormen und Rechtsanwälten auf das Mediations-Setting
Entwicklung einer gemeinsamen Basis für die Zusammenarbeit
1.3 Was gehört zu einer Mediation? Die Holocaust-Memoiren
Das einvernehmliche Vorgehen
Arbeitsbündnis
Erkennen, was dem Streit zugrunde liegt
Kommentar: Was gehört zu einer Mediation?
Aushandeln des Verfahrensvertrages
Den Konflikt akzeptieren
Kriterien für die Teilnahme der Parteien
Autonomie fördern
Das Verhältnis zwischen dem Wie und dem Was
1.4 Der Loop des Verstehens: Das Naturschutzgebiet
Die Streitpunkte herausarbeiten
Widersprüche sind erlaubt
Unterschiedliche Meinungen anerkennen
Kommentar: Der Loop des Verstehens
Looping – von Anfang an
Verstehen ist nicht gleich Zustimmen
Looping – von innen nach außen
Looping – der Schlüssel zum wirklichen Verstehen
Nützliche Hinweise für das Looping
Hindernisse beim Looping
Verstehen bringt Klarheit
Das Ergebnis im Naturschutzgebiet-Fall


Abschnitt 2: Das Verstehen vertiefen

2.1 Der Wille zur Zusammenarbeit: San Francisco Symphony
Die Motivation wecken
Die Motivation nutzen
Kommentar: Von der Motivation, einen Konflikt gemeinsam zu lösen
2.2 Über Recht und Unrecht: Die Blockade auf der Finca
Unterschiedliche Sichtweisen verursachen Konflikte
Das Dilemma zwischen Absicht und Wirkung
Unterschiedliche Sichtweisen
Kommentar: Über Recht und Unrecht
Die Recht-Unrecht-Falle
Den Ausweg aufzeigen
Verständnisräume
Als Mediator die Parteien verstehen
Die Parteien unterstützen, einander zu verstehen
Die Blockade auflösen
2.3 Hilfe für das tiefere Verstehen: Die Holocaust-Memoiren
Interessen und Bedürfnisse
Die Sinnfrage auf der ersten und zweiten Ebene
Interessen und Bedürfnisse der anderen Partei verstehen
Kommentar: Die Ebenen eines Konflikts verstehen
Das Innenleben eines Konflikts
Die Ebenen des Konflikts
Das Erarbeiten von Interessen und Bedürfnissen
Die Unterstützung der Parteien, ihre Interessen und Bedürfnisse zu erkennen
Interessen und Bedürfnisse in Worte fassen
Die Sinnfrage auf der dritten Ebene
Raum schaffen für Lösungsoptionen

Abschnitt 3: Herausforderungen bei der Zusammenarbeit

3.1 Die Einbindung des Rechts: Der Verlagsfall
Die zwei Gespräche
Die Stärken von Rechtspositionen
Das Looping der Anwälte
Die Risiken von Rechtspositionen
Die Parteien aufklären
Prinzipien, die dem Recht zugrunde liegen
Der Gang vor Gericht und seine praktischen Folgen
Das Gespräch über geschäftliche und persönliche Aspekte
Kommentar: Über die Einbindung des Rechts
Rechtsinhalt und Rechtsfolgen
Anhaltspunkte für die Entscheidung
Was bedeutet die Einbindung des Rechts?
Die drei Stufen des Rechtsgesprächs
Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Wer entscheidet?
Was ist das Wesentliche?
3.2 Einzelgespräche – Pro und Contra: Liebe, Tod und Geld
Kommentar: Einzelgespräche – Pro und Contra
Probleme bei Einzelgesprächen
Den Mediator zum Richter machen Manipulation
3.3 Positive Neutralität: Nachbarn
Sich von (Vor-)Urteilen befreien
Positive Neutralität wahren
Anwälte unterstützen die Mediation
Die Parteien verstehen
Zurückschauen, um nach vorne zu blicken
Unterschiedliche Sichtweisen beachten
Wut wahrnehmen und anerkennen
Emotionale Wirklichkeit und Neutralität
Die Parteien auffordern, einander zu verstehen
Was motiviert die Parteien, einander zu verstehen?
Den Parteien gegenseitiges Loopen beibringen
Beide Seiten sind verletzbar


Abschnitt 4: Verstehen – Verständigung – Lösung

4.1 Von Interessen zu Optionen – Raum für Kreativität: Radix und Argyle
Das zweite Gespräch: Vom Wesen des Streits
Das Verstehen der Parteien stärken
Wertschöpfung durch Zusammenarbeit
Kommentar: Optionen entwickeln und bewerten (Phase vier)
Lösungsoptionen entwickeln
Lösungsoptionen bewerten
4.2 Evaluierung der Lösungsoptionen: Alles dreht sich ums Geld
Anwaltliche Stellungnahmen
Gutachter einsetzen
Unterschiede klarstellen
Die Sichtweise der Parteien erweitern
Lösungsoptionen evaluieren
Angebote machen
Zahlen verhandeln
Zahlen an den Interessen messen
Lösungsoptionen an der Rechtswirklichkeit messen
Die Meinung des Mediators
Spannungen zulassen
Optionen an der Realität messen
Kommentar: Lösungsoptionen evaluieren
Arbeiten mit dem Wie
Arbeiten mit dem Was
In den Abschluss einwilligen
4.3 Das Unmögliche ermöglichen: Psychische Erkrankungen Möglichkeiten aufdecken
Tiefer liegende Gefühle einbeziehen
Hinter der professionellen Fassade
Interessen herausarbeiten
Kreative Lösungsoptionen entwickeln
Das Wechselspiel von Interessen und Lösungsoptionen
Angebote machen
Sackgassen kreativ und wohlwollend entkommen
Nach neuen Möglichkeiten suchen
Kommentar: Die Chancen des Konflikts

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