Mediation als Forschungsgegenstand

Als Fachbuchhandlung mit zahlreichen Autorenkontakten unterstützen wir gerne den "Call for Papers" von Dr. Katharina Kriegel-Schmidt vom Lehrstuhl für Interkulturalität von der Universität Cottbus

Mediation ist ein Handlungskonzept zur Konfliktbearbeitung. Sie entwickelt sich zunehmend auch zu einem Forschungsgegenstand. Könnte man von einem neuen Wissenschaftszweig sprechen? Über Universitäten, Fachdisziplinen und Studiengänge hinweg entstehen interessante Forschungsfragen und Forschungsarbeiten, die sich mit dem Handeln von Mediatoren, den Wirkungen auf Medianten, dem Zusammenspiel der in der Mediation angewendeten Elemente, ihrer kulturellen Einbettung, diskursiven Konstruktion u.v.m. beschäftigen.

Der geplante Sammelband soll ein Beitrag sein, eine deutschsprachige Mediationswissenschaft begründen zu helfen. In dieser Absicht wird er Forschungsansätze- und Fragen aus verschiedenen Disziplinen versammeln. Wir erhalten Einblicke in das Spektrum an grundlagentheoretischen wie anwendungsorientierten Arbeiten im Bereich Mediation, in theoretische und empirische Arbeiten von jungen und gestandenen Forschern.

Ausgehend von den Blickwinkeln, Fragestellungen und Methoden der je eigenen Disziplin, widmet sich jeder Wissenschaftler (s)einem Ausschnitt und trägt damit zu einer multiperspektivischen Erforschung von Mediation bei. Der Sammelband wird finanziert von der Deutschen Stiftung Mediation. Er wird 2016/2017 bei Springer VS oder BELTZ Juventa erscheinen.

Zum Aufbau:

Der Sammelband soll sieben Kapitel umfassen und eine Systematisierung verschiedener Forschungsschwerpunkte ermöglichen:

Einige wichtige Autoren konnten, im Zeitpunkt des Entstehens der Idee, für den Sammelband und das damit verbundene Projekt, Mediation als Forschungsfeld zu erschließen und systematisch entwickeln zu helfen, bereits gewonnen werden.

(Allerdings:) Ziel der Herausgeberin ist es nicht nur „einige wichtige“, sondern „weitere wichtige“ und möglichst viele Beitragende aus unterschiedlichen Zusammenhängen unabhängig von ihrer bisherigen Profilierung zu gewinnen. Deswegen mögen sich zu diesem Zeitpunkt bitte alle herzlich eingeladen fühlen, die das Interesse an der Erforschung der Mediation produktiv werden lässt, eine Beitragsidee für ein oder mehrere Kapitel einzureichen!

Ausdrücklich (aber nicht ausschließlich) gesucht werden Beiträge für die Kapitel „Auf dem Weg zu einer theoretischen Grundlegung von Mediation“, „Mediationsbezogene Konfliktforschung“ sowie „Theoretische Bestimmungen & empirische Fragen aus einzelnen Disziplinen“.

Dieser öffentliche Call for Papers lädt Sie dazu ein, sich bis einschließlich 14. März 2016 mit einem ca. einseitigen Exposé für einen Beitrag zu bewerben.

Bitte skizzieren Sie zudem kurz,

a) in welche(s) Kapitel Sie Ihren Beitrag einordnen würden bzw. unterbreiten Sie einen Vorschlag für ein alternatives Kapitel und geben Sie
b) Ihren akademischen Hintergrund an.

Es werden auch Beiträge ernst genommen, die eine Masterarbeit als Grundlage haben. Ausschlaggebend ist hier eine sehr gute bzw. außerordentliche Leistung (Bitte fügen Sie in diesem Fall eine Kopie der Gutachten bei). Nach Sichtung aller Beitragsvorschläge erhalten Sie im April eine Bestätigung. Das Einreichen Ihrer Beiträge ist für Juli 2016 vorgesehen.

Ich freue mich auf Ihre Ideen & Einsendungen an die Lehrstuhl-Email-Adresse: katharina.kriegelschmidt@b-tu.de unter Angabe des Betreffs bestehend aus Ihrem „Nachnamen_Sammelband Mediation_Thema bzw. Stichwort zum Beitrag“.